Bauphase II

14de eeuw

Der Rundturm, Überbleibsel eines Bauwerks aus ca. 1360

Die zweite Phase des Gebrookhoes umfasst die Zeit um etwa 1360. Aus dieser Periode datiert lediglich noch der Rundturm oder Donjon. Neben dem Rundturm entstand in dieser Bauphase eine rechteckige Burg, die außen etwa 17,50 m lang und 11,50 m breit war und an den westlichen Giebel des Oude Stercke Huyssinge anschloss. Die Fundamente, auf die man gestoßen war, besitzen eine Dicke von 2,35 Metern, während die Mauern des Rundturms ca. 3 messen. In den dreißiger Jahren, während der Restaurationsarbeiten, haben Experten des Denkmalschutzes sich folgende Meinung über den Bau des mittelalterlichen Abschnitts des Schlosses gebildet: ‘Der schwere Eckturm besitzt einen geschlossenen Charakter und wurde aus Backsteinen der Größe 28 x 14x 7 erbaut, auf einem Mergelfundament. Dasselbe Fundament aus Mergel befindet sich unter den Mauern des angrenzenden Wohnflügels. Die Mauerfläche wird durch Schießscharten mit runden Mittelöffnungen aus Kunrader Stein und einigen Fensterstürzen dazwischen unterbrochen. Die Turmspitze war ursprünglich ein offener Wehrgang mit Zinnen. Einige ausgebaute Aborte wurden bei der letzten Restaurierung wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Im unteren Bereich des runden Eckturms befindet sich eine Zelle, über der sich eine Balkendecke wölbte; darüber befand sich ein Raum mit einem Kuppelgewölbe, der, wie die höher gelegenen Räume, durch eine in der Wand ausgesparte Wendeltreppe zugänglich ist. Eine ebenfalls in diese Wand eingelassene Fluchttreppe wurde bei der Restaurierung wieder im ursprünglichen Zustand herausgearbeitet. Die Wangen der sehr tief laufenden Fenster sind mit Nischen versehen. Der runde Eckturm und die 2 bis 2,35 Meter dicken Mergelfundamente unter dem Wohnflügel aus dem 18. Jahrhundert stammen höchstwahrscheinlich von einer Ausbaumaßnahme, die auf Herman Hoen zurückzuführen ist. Die von manchen aufgrund der ‘Jahresringe’ im Mauerwerk des Turmes geschätzte Bauzeit zwischen 1680 und 1686 steht nicht wirklich fest. Auch eine Bauzeit nach 1374 ist nicht ausgeschlossen‘. Durch fehlendes Archivmaterial und Unklarheiten im vorhandenen Material lässt sich nicht nachvollziehen, wann die zweite Bauphase am Schloss tatsächlich begonnen hat.

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